Urban Exploration

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Laut Wikipedia1 ist

Urban Exploration bzw. Stadterkundung die private Erforschung von Einrichtungen des städtischen Raums und sogenannter Lost Places. Oftmals handelt es sich dabei um das Erkunden alter Industrieruinen, aber auch Kanalisationen, Katakomben, Dächern oder unzugänglicher Räumlichkeiten ungenutzter Einrichtungen. Der Begriff wird jedoch durchaus auch für die Erkundung zugänglicher Orte wie Parks verwendet.

Für mich bedeutet Urban Exploration die Erkundung von Gebäuden, die von der Allgemeinheit nicht wahrgenommen werden und in Vergessenheit geraten sind. Das können Orte sein, die einst vor Leben nur so strotzten: Klöster, Fabriken, Gefängnisse, Krankenhäuser. Aber auch Burgruinen, Bunker oder vergessene Straßenabschnitte können interessant sein. Urban Exploration ist die künstlerische Verarbeitung der Erinnerung an diese Gebäude unter Miteinbeziehung des Verfalls. Das hat nichts mit einem besonderen Faible für Morbidität zu tun: Zwar halten im Internet viele Leute verlassene Gebäude für Spukhäuser, ich persönlich kann damit aber eher wenig anfangen. Jedes Gebäude hat eine eigene Atmosphäre, die manchmal erst durch den Verfall hervorgehoben wird und vielleicht in gepflegtem Zustand gar nicht so hervorsticht. Ich nenne das gerne “Die Schönheit des Verfalls”. Diese Schönheit will ich mit Hilfe der Urban Exploration fotografisch festhalten – mit Anspruch nicht einfach Schnappschüsse zu machen, sondern das Objekt kunst- und respektvoll zu portraitieren. Wenn ein Gebäude dann irgendwann abgerissen oder einer neuen Nutzung zugeführt wird, dann sind auch häufig die Fotos der Urban Explorer - neben historischen Aufnahmen – die einzigen Dokumente, die an den ursprünglichen Zweck des Gebäudes erinnern.

Leider wird man an vielen Stellen immer wieder mit Zerstörung und Vandalismus konfrontiert, was in dieser Hinsicht frustrierend ist. Denn dadurch wird das eigentliche Flair des Objekts gestört, wenn es nicht sogar komplett verloren geht. Eine völlig unberührte Location ist der Traum vieler Urban Explorer, der heutzutage leider viel zu selten in Erfüllung geht. Der oberster Grundsatz der Urban Explorer lautet, einen Ort genau so wieder zu verlassen, wie er vorgefunden wurde.  Dies wird auch durch das (englische) Motto “Take nothing but pictures, leave nothing but footprints” unterstrichen. Jegliche Form von Diebstahl, Vandalismus einschließlich Graffiti oder Paintball, Randale und Zerstörung einschließlich des gewaltsamen Zutritts zu Objekten ist diesem Selbstverständnis zu wider. Urban Explorer fotografieren oder filmen verfallene oder verlassen Gebäude und Bauten jeder Art ausschließlich zu Dokumentationszwecken und distanzieren sich in jeder Form von jeder Art des Vandalismus.

Weitere Informationen unter: http://www.urbexersagainstvandalism.com/


Hinweis: Das Betreten von verlassenen – insbesondere baufälligen – Immobilien ist lebensgefährlich! Neben der maroden Bausubstanz stellen Hinterlassenschaften wie etwa Chemikalien auf Industriegelände oder Asbest eine nicht unerhebliche Gefahr für Leib und Leben dar. Ohne entsprechende Erfahrung und Ausrüstung kann ein falscher Schritt auch der letzte sein. Aus diesem Grund wird von Nachahmung ausdrücklich abgeraten.


 

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1 Quelle: Wikipedia.org