Neg Dupree’s Urban Sports

Februar 2nd, 2008

Auf YouTube findet man immer wieder erstaunliche Dinge. Gestern Abend bin ich wieder mal über eine Reihe sehr lustiger Videos gestolpert. Sie stammen aus der britischen Fernsehshow Balls of Steel. Der Name verrät schon, dass es in der Show nicht immer zimperlich zu geht. Das Konzept der Comedyshow: Die Teilnehmer müssen in der Öffentlichkeit komische Sache machen und werden dabei von versteckten Kameras gefilmt. Pro Show werden 12 Einspieler gezeigt, am Ende der Show wird dann abgestimmt, wer am nervigsten war und die größten Balls of Steel hat.

Einer dieser Zeitgenossen ist Neg Dupree. Der 29-jährige Brite erfindet verschiedene Sportarten mit denen eigentlich nur ein Ziel verfolgt wird: Seine Mitmenschen zu nerven. Wichtig: Probiert das nicht selbst aus. Es könnte Ärger geben.

  • Urban Sprinting: Diese Sportart ist recht einfach. Man sucht einen Laden mit einem Securitywächter, nimmt einen der Diebstahlsicherungstags, löst den Alarm aus und verpisst sich. Zwar hat Neg nichts gestohlen, wird aber selbstverständlich verfolgt. Sobald der Alarm ausgelöst wurde, startet die Uhr. Sie stoppt, wenn die nächste Burgerstanze erreicht wurde.
  • Big Stranger Rodeo: Man sucht einen Unbekannten, springt auf dessen Rücken und versucht sich so lange wie möglich festzuhalten. Fällt man runter: Beine in die Hand nehmen.
  • Big Euro Stranger Rodeo: Man sucht sich für das Rodeo nicht irgendeinen Unbekannter, sondern einen Europäer. Ansonsten sind die Regeln gleich.
  • Make Them Move: Man sucht einen (oder zwei) Unbekannte - zum Beispiel an einer Bushaltestelle - und versucht sie zum Weggehen zu bewegen. Manchmal garnicht so einfach. Menschen können echt hartnäckig sein.
  • Neg’s Burger Bowl Off: Mit dem Auto geht es zur nächste Burgerstanze. Dort deckt man sich mit Munition ein und geht dann mit dem Auto auf Jagd. Aus dem Schiebedach heraus bewirft man die Unbekannten mit Burgern. Je teurer der Burger, desto mehr Punkte.
  • Neg’s Urban Skittles: Geh in einen Laden und bringe die Leute dazu sich auf den Boden zu werfen. Pro Nase, die freiwillig den Boden berührt gibts einen Punkt.
  • Knock and don’t run: Der Name sagt alles. Klingelmäuschen spielen ohne weg zu rennen. Simpel und lustig.
  • Keep ‘em out: Man sucht sich einen Aufzug und steigt ein oder sucht sich Schiebetüren. Will noch jemand rein oder durch, tickt man aus. Je schneller die anderen weg sind, desto mehr Punkte.

Insgesamt muss man sagen: Irgendwie bekloppt. Aber auch irgendwie lustig. Jedoch sollte jedem klar sein, dass nach machen nicht unbedingt die beste Idee ist: Könnte Ärger geben. Wie angesagt wurde, sind die Leute meist Komparsen, denen allerdings nicht gesagt wurde, was passiert.



Deutschland sucht den Superster (DSDS)

Januar 27th, 2008

Es ist soweit. Seit vergangenen Mittwoch läuft die inzwischen fünfte Staffel des Castingformates Deutschland sucht den Superstar (die deutsche Version des englischen Vorbilds Idols) und wie zu erwarten dauerte es nicht lange, bis in der Versenkung verschwundene C-Promis die Sendung nutzen um wieder etwas Medienaufmerksamkeit zu bekommen. Erst verkündete Martin Stosch (Finalist aus der vierten DSDS-Staffel) in der Bravo er würde bei “so etwas” nie wieder mitmachen - die Show sei sowieso ein Fake, da die Kameramänner schon mysteriöse Zettel erhalten hatten, bevor das Telefonvoting abgeschlossen war. Dann tauchte plötzlich Tony Marschall auf und verglich das Casting bei DSDS mit Guantanamo. Ein Vergleich, der sicherlich nicht nur hinten und vorne nicht ganz stimmt, sondern auch von Unkenntnis des Formates zeugt.

Marschall bezieht sich dabei auf die Szene, in der der 17-jährige Raimund Ringele nach seiner Performance zusammenbricht. Abgesehen davon, dass der arme Junge wirklich außerordentlich mies gesungen hat, wäre er meiner Meinung auch zusammengebrochen, wenn er weitergekommen wäre - dann allerdings vor Freude. In den ersten Sekunden sieht man ja, wie aufgeregt er ist und schon fast kollabiert. Wenn er schon nicht vor 3 Leuten + Kamerateam auftreten kann, wie soll er vor tausend Menschen singen? Dieser Junge war von Anfang an nicht für dieses Format geeignet. Ich frage mich, warum die Eltern - insbesondere der Vater, der anscheinend beim Casting dabei war - nicht dafür sorgen, dass sich ihr Sohn nicht der Lächerlichkeit preisgibt. DSDS läuft inzwischen in der fünften (!) Staffel, daher sollte es sich auch in den letzten Winkel der Republik herumgesprochen haben, dass schlechte Kandidaten zur Belustigung des Publikums in den ersten Shows gezeigt werden. Eigentlich hätten die Eltern die Aufgabe gehabt, ihrem Sohn zu sagen, dass er keinen Ton trifft und nicht zum Casting gehen sollte. Auch Marschalls Ruf nach der Familienministerin, die eingreifen müsste, bedeutet für mich nur, dass Eltern wieder Verantwortung für ihre Kinder übernehmen sollten. Für die Erziehung und Beaufsichtigung der Kinder sind immer noch die Eltern und nicht der Staat zuständig - zum Glück. Nur leider machen immer weniger Eltern von diesem Privileg Gebrauch, wie dieses Beispiel eindrucksvoll zeigt. Schade.


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Shut up & Sing

Januar 26th, 2008

Sicherlich kann sich fast jeder an das Jahr 2003 erinnern, als sich der nunmehr dritte Irakkrieg abzeichnete. Auf der Suche nach Massenvernichtungswaffen rüsteten sich die USA und ihre Verbündeten für den Einmarsch in den Irak. In Deutschland war dieser Krieg sicher von Anfang an nicht besonders populär, in den USA jedoch fand er große Unterstützung. Die Dixie Chicks, eine Mischung aus Bluegrass und moderner Countrymusik spielen, waren zu diesem Zeitpunkt eine der erfolgreichsten Bands der USA. Sie spielten die Nationalhymne beim SuperBowl und waren auf dem Höhepunkt ihrer Karriere - bis Natalie Maines beim Auftakt der Top-of-the-world-Tour den folgenenschweren Satz sagte: “… and we’re ashamed that the President of the United States is from Texas.” Was folgte sollte die größte Prüfung ihrer Karriere werden.

Shut up & sing Poster

Der Film, der bereits Ende des Sommers in den deutschen Kinos lief, war eigentlich als Dokumentation der “Top Of The World Tour” geplant, wurde dann jedoch zu einem Zeugnis darüber, wie es in den USA - dem Land, das die Freiheit als das höchste Gut bezeichnet - wirklich um die Meinungsfreiheit bestellt ist: Nicht gut. Der Satz, der während des Films von einem Dixie-Chicks-Gegner gesagt wird und auch das Cover ziert “Freedom of speech is fine, as long as you don’t do it public“, fasst das ganze ziemlich gut zusammen. Zusätzlich zur Krise der Band zeigt der Film Ausschnitte aus Fernsehsendungen und natürlich auch die Entstehung des Home-Nachfolger “Taking The Long Way“, der hauptsächlich durch eben diese einschneidenden Erlebnisse geprägt ist.

Im Gegensatz zu anderen Bands, sind die Dixie Chicks nie eingeknickt, sondern standen zu dem, was sie sagten - was sie zu einer außergwöhnlichen Band macht. Der Film ist nicht nur für Fans sehenswert, sondern vielmehr ein Zeugnis der (Ohn)Macht der Medien (Country-Radios und TV-Sender boykottierten die Band), sondern auch der Standhaftigkeit drei junger Frauen, die für ihre Rechte einstehen. Wer die Dixie Chicks sowieso mag, für den ist dieser Film ein Muss.

Die DVD erscheint am 4. Februar 2008.


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Killswitch Engage - Holy Diver

August 13th, 2007

Killswitch Engage sind doch immer wieder für eine Überraschung gut. Die Jungs um Frontmann Howard Jones haben sich an den Ronnie James Dio Klassiker “Holy Diver” gewagt und ein märchenhaftes Video gleich mitgeliefert. Dabei spielen die Bandmitglieder selbst eine kleine mittelalterliche Märchengeschichte nach. Sehenswert. Das Cover geht auch in Ordnung. Das Lied wurde nicht vollkommen zerstört und Killswitch Engage haben ihre eigenen Elemente mit hinein gebracht. Bleibt zu hoffen, dass keiner auf die Idee kommt eine deutsche Version dieses Songs zu veröffentlichen.

Zudem gibt es eine Neuigkeit: In wenigen Tagen (am 24. August) erscheint die Special Edition des letzten Albums “As Daylight Dies“. Enthalten sind dabei ein paar neue Songs und ein paar Videotracks.


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4. Deutsche Luftgitarrenmeisterschaft 2007

Juli 17th, 2007

Europas bester Luftgitarrist und amtierender deutscher Meister Heart Buckboard (Christian Sweep) tritt an, um seinen Titel gegen sechs frisch gekürte Regionalmeister und talentierte Quereinsteiger zu verteidigen. Die Zuschauer erwartet eine spektakuläre Show mit den besten Luftgitarristen Deutschlands, cool moderiert von Reverend Boogaloo (Kevin Booker).
Eine fachkundige Jury, bestehend aus Wolfgang Sinhart (White Trash), Karaokemonster Ron und Milena Fessmann (Radio Eins), bewertet nach Originalität, Gitarrentechnik und Airness­ der gewissen Luftigkeitstauglichkeit, die die wahre Meisterschaft auszeichnet. Der Gewinner vertritt Deutschland bei der 12. Luftgitarren-WM in Finnland.
Als Liveband spielt A Pony named Olga. Dem Sieger einer Echt-Gitarren-Tombola winkt eine Les Paul Standard in schicker Honey Burst-Lackierung von Epiphone (made by Gibson).

Es gibt noch freie Teilnahmeplätze für das Qualifying am Vorabend!
Anmeldung und Information unter www.gagf.de
oder www.myspace.com/gagf

Das Ganze findet statt am:
28. Juli, Admiralspalast, Friedrichstr. 101, Berlin-Mitte
Einlass: 20h, Beginn: 21h



3 Inches Of Blood - Fire Up The Blades

Juni 22nd, 2007

Jetzt steht der Nachfolger des 2004er Albums “Advance And Vanquish” im Laden - von Fans der kanadischen Band 3 Inches Of Blood sehnsüchtig erwartet. ”With this album, the blacksmith is heating up the blades and we are preparing for battle,” beschreibt Sänger Jamie Hooper die neue Scheibe. “We are forging the steel that we’ll use to annihilate the heavy metal posers, and in every town we play, the streets will run red with their blood.” Produziert hat das Ganze der allseits bekannte Slipknot-Trommler Joey Jordison. Und eines muss vorweg noch gesagt werden, damit sich alle, die 3 Inches Of Blood noch nicht kennen, nicht erschrecken: Man muss sich sicherlich, wie auch schon bei den vorherigen Werken, an den Gesang gewöhnen. Hat man das aber erst einmal geschafft, dann kann man sich die CD auch ganz anhören.

fireuptheblades.jpg

Wie bereits erwähnt, der Gesang von Jamie Hooper ist durchaus gewöhnungsbedürftig und wohl nicht jedermanns Sache. Ich zumindest kann mich an keinen anderen Sänger erinnern, der so inbrünstig in die höchsten Töne der Tonleiter reingrätscht. Während andere mit düsterem Gegröhle punkten geht Hooper die andere Richtung und zerfetzt die hohen Töne.

Das Album legt los mit “Through The Horned Gate“. Der Song beginnt ruhig und leitet den Hörer sanft in das nun kommende Album ein. Richtig los geht es erst mit dem folgenden “Night Marauders“: Treibende Gitarrenriffs und der unverkennbare Gesang von Hopper zeigen, dass 3 Inches Of Blood mit “Fire Up The Blades” genau da weiter machen, wo sie mit “Advance And Vanquish” aufgehört haben. “Goatrider’s Horde” ist Song Nummer 3 auf der Platte und ist ebenso voll Power wie der vorherige Song und strotzt nur so vor Kraft. Insgesamt wirkt er jedoch etwas melodischer auf mich, was auch an dem Gitarrensolo liegen kann. Sehr ulkig finde ich jedoch die Kuhglocke, oder zumindest das Glockengebimmel, dass den Song am Anfang einleitet. Dingelingeling. Der nächste Song “Trial Of Champions” besticht durch das rifflastige Intro und den Drumbeat, der Einen durch seinen teilweise vorhandenen Offbeatcharakter mit Nachdruck zum Mitwippen auffordert. Auch der Übergang nach ca. 2/3 des Songs ist gut gelungen. Dieser Song ist mal was anderes und macht Spaß! Weiter geht’s mit “God Of The Cold White Silence“. Der Song beginnt erstmal mit einem Schrei. Am Gesang kann ich nicht viel Variation erkennen, aber insgesamt hat der Song durch den zunächst doch etwas einfacheren Drumbeat eher treibenden Charakter. Dieses Motiv kommt während des Songs auch immer wieder. In der Mitte des Songs wird das Ganze etwas melodischer und ähnelt, abgesehen von der tragenden Gitarre, teilweise einem militärischen Marsch. “Forest King” beginnt mit melodischer Gitarre und lässt den Ohren eine kleine Auszeit zur Erholung von dem Gesang, dennoch bleibt der natürlich nicht lange aus. Insgesamt klingt der Song trotz wirklich guter melodischer Gitarrenarbeit recht eintönig. “Demon’s Blade” beginnt mit tiefgestimmter Gitarre und klingt etwas bedrohlich. Der Song legt, wie bereits die Vorgänger, aggressiv und mit hohem Tempo los. Leider habe ich es noch nicht geschafft genauer auf den Text zu achten. Song Nummer Acht hört auf den Namen “The Great Hall Of Feasting” und beginnt untypisch eher ruhig und bombastisch. Im Vordergrund stehen die Drums und ein recht rudimentäres Riff, die den Gesang unterstützen. Wieder etwas Abwechslung vom sonstigen Geknüppel. Insgesamt klingt das Stück komplexer und melodischer. Auch dieser Song gefällt mir sehr gut. “Infinite Legions” legt dann, wie erwartet, wieder mit voller Knüppelpackung los. Ein Song, den man unbedingt einschmeissen sollte, wenn man schlechte Laune hat. Hierzu kann man sich in der Tat abreagieren - nur die etwas ruhigeren Parts stören dabei. Aber auch über die kommen wir getrost hinweg. Song Nummer Zehn: “Assassins Of The Light” klingt zu Anfang wieder nach mehr Komplexität, die jedoch findet sich im Song selber kaum wieder. Dennoch kein schlechter Song, aber klingt streckenweise schon, wie ein Durchschnittssong. Nur Bridge und Gitarrensolo (und Drumbeat während des Solos) lassen dieses Lied für mich aus der Masse herausstechen. Die letzte Hälfte des Song gefällt eindeutig besser als die Erste. “Black Spire” habe ich leider noch nicht hören können, daher kann ich auch nicht viel dazu sagen. Der vorletzte Song nennt sich “Hydra’s Teeth” und beginnt mit einem Schrei, treibenden Drums und den altbekannten Gitarren. Insgesamt klingt der Song nicht ganz so hektisch, wie man anderer 3 Inches Of Blood Song. Das niedrigere Tempo tut dem Song auch ganz gut. Zwar ist auch hier nichts besonders herausragendes zu entdecken, aber trotzdem gefällt mir der Song doch besser als der vorherige. In der Mitte erhalten wir wieder ein obligatorisches kleines Gitarrensolo, dass die Seelen all unserer Gitarristen das draußen streichelt. Mit “Rejoice In The Fire Of Man’s Demise” schließt das Album. Der Song klingt freundlicher und melodisch und enthält auch keinen Gesang. So werden dem Hörer zum Abschluss noch einmal die Ohren geschont. Ein schöner Song und ein würdiger Abschluss!

Insgesamt klingt das Album gewohnt nach 3 Inches Of Blood. Die Jungs aus British Columbia (Kanada) sind ihrem Stil auf jeden Fall treu geblieben. Doch im Großen und Ganzen klingt die Platte etwas aggressiver als noch der Vorgänger und braucht etwas um sich im Gehörgang festzusetzen. Gerade der kreischend hohe Gesang macht es dem Hörer auch nicht besonders leicht, wodurch diese Platte wohl keinen Stammplatz im CD-Player ergattern kann. Aber ab und zu ist die Platte es wert herausgeholt und gehört zu werden. Nachdem die Fans nun die neue Platte erwartet sind die Jungs von 3 Inches Of Blood gespannt, was sie auf der neuen Tour erwartet: “The music’s more extreme now, but I don’t know how much more extreme some of these fans can get,” sagt Hooper. “In Cincinnati, we had a fellow come onstage with a pig’s head on a stick. He fell down and dropped the head and we had to soccer ball kick it off the stage. Then, in Fargo, North Dakota, a guy came on holding a severed deer’s head over his head. The tongue was sticking out and blood was dripping all over his face. How much more metal can you get than that?” Wie gesagt, wer sich von dem Gesang nicht abschrecken lässt, kann durchaus ein kleines Schätzchen entdecken. Das komplette Album kann übrigens bei MP3.com gestreamt angehört werden!

Trackliste:

  1. Through The Horned Gate
  2. Night Marauders
  3. The Goatrider’s Horde
  4. Trial Of Champions
  5. God Of The Cold White Silence
  6. Forest King
  7. Demon’s Blade
  8. The Great Hall Of Feasting
  9. Infinite Legions
  10. Assassins Of The Light
  11. Black Spire
  12. The Hydra’s Teeth
  13. Rejoice In The Fire Of Man’s Demise

Anspieltipps: The Goatrider’s Horde, Trial Of Champions, The Great Hall Of The Feasting, Infinite Legions.


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Umfrage

Juni 11th, 2007

Wir führen im Rahmen einer Diplomarbeit eine Umfrage zum Thema Musik und Konsumentenverhalten durch und würden uns sehr freuen, wenn ihr daran teilnehmen könntet. Das Ausfüllen der Umfrage dauert ca. 10-15 Minuten und als kleinen Anreiz gibt es auch einen Amazon.de Gutschein über 25 Euro zu gewinnen! Vielen Dank für eure Unterstützung.

Die Umfrage findet ihr unter: http://umfrage.muscheltaucher.com/



Last.fm

Juni 8th, 2007

So… nach einiger Zeit des Wartens schreibe ich auch mal wieder einen neuen Eintrag. Demnächst gibt’s auch wieder neue Rezensionen. Habe vor einiger Zeit Falconer’s “Northwind” entdeckt, das mir doch recht gut gefällt. Außerdem gibt es bald was neues von 3 Inches Of Blood auf die Ohren. Wir sind schon gespannt!

Aber eigentlich wollte ich ja über etwas Anderes berichten: Last.fm. Die Seite ist im Prinzip eine große Community für Musikfreunde. Man kann sich ein kleines PlugIn herunterladen, dass dann beobachtet, was man Musik hört und so kann man seinen Musikgeschmack mit vielen anderen Menschen teilen. Außerdem sucht die Software auch Leute heraus, die einen ähnlichen Musikgeschmack haben oder sucht Künstler, bzw. die so ähnlich klingen. So kann man durchaus auch neue Musikstile und Bands entdecken. Klingt eigentlich recht gut. Genau ausgetestet habe ich das ganze noch nicht und wie es sich mit dem Datenschutz verhält (was überwacht das PlugIn sonst so?) weiß ich auch nicht.

Insgesamt macht das ganze fürs Erste aber einen guten Eindruck… Wer sich gerne mal ansehen möchte, was bei mir so im Player rotiert kann sich gerne meine Seite ansehen.


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PAIN - Psalms Of Extinction

Mai 4th, 2007

Da liegt er nun vor uns, der Nachfolger des 2005er Albums “Dancing With The Dead“: “Psalms Of Extinction” heisst die neue Scheibe. Und in der Tat, die Erwartungen werden erfüllt. Peter Tägtgren hat bei diesem Album einmal mehr alles selbst in die Hand genommen: Songwriting, alle Instrument, Mix, Mastering, Produktion, einfach alles. Des Weiteren hat sich Mastermind Peter Tägtgren aber auch prominente Hilfe ins Boot geholt: Mikkey Dee (Motörhead), Peter Iwers (In Flames) und Alex Laiho (Children Of Bodom) unterstützen den Schweden.

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Los geht’s mit “Save Your Prayers“. Der Song klingt sehr elektronisch und wird zwischen durch zum wahren Industrialkracher, der erbarmungslos drauf los kloppt. Mit diesem Projekt lebt Tägtgren seine eigene Musik aus, die er mit Hypocrisy nicht umsetzen konnte: “I got a PC and started to fuck around with some more beat-bases stuff and one thing lead to another. All of a sudden I was playing this kind of music - whatever you wanna call it“, beschreibt er die Entstehung von PAIN. Als zweiter Song knallt uns “Nailed To The Ground” um die Ohren. Dieser Song ist im Midtempobereich angesiedelt und stampft sich eindeutig mit Industrialeinflüssen nach vorne. Der Gesang ist relativ melodisch, treibt den Song nach vorn und gerade deswegen geht der Song auch direkt ins Ohr. Beim nächsten Song “Zombie Slam” kommt auch schon die erste prominente Unterstützung zum Zug. Kein Geringerer als Mikkey Dee von Motörhead (ex-Dokken und King Diamond) bedient die Schießbude. Der Song startet insgesamt etwas metallischer, dennoch hört man den Industrialsound unterschwellig immer mit. Der Gesang ist sehr tief und wirkt leicht verstörend und bildet einen Kontrast zu den leicht verspielten Gitarren und Keyboards. Der Titelsong “Psalms Of Extinction” beginnt ruhiger, aber treibend. Der Gesang ist nicht mehr ganz so tief, klingt aber dennoch etwas traurig, wird jedoch zum Refrain hin etwas melodisch melancholisch. “Clouds Of Ecstasy” wird da schon wieder etwas schneller. Die Gitarren klingen immernoch nach Industrialmetal, die Elektronik ist etwas in den Hintergrund geraten, trotzdem kann man sich unterschwellig überall heraus hören. “The only music I had been producing until then had been either death or black metal and I really wanted to develop, so I thought I’d try some different things and move into some electronic stuff“, erklärt Tägtgren die elektronischen Einflüße bei PAIN. “Play Dead” ist ein Coversong. Peter Tägtren hat sich an den Song von Björk und David Arnold gewagt, der einst als Titelsong zum Film “The Young Americans” diente. Der Gesang ist ruhig und wird zum Refrain hin etwas leidend melodisch, während Streicher die Melodie unterstreichen und dem Song tragende Tiefe verleihen. Dieses Cover ist wirklich gelungen und meiner Meinung nach sogar ein kleines bisschen besser als das Original. “Does It Really Matter” ist ein Song, der einem direkt ins Ohr geht. Nicht zuletzt ist auch der eingängige Refrain dafür verantwortlich. Aber auch auch der Sound von Gitarren, Drums und Elektronik passen hier einfach zusammen wie die Faust aufs Auge. Die unruhige Elektronik während des ersten ruhigen Parts baut eine gewisse Spannung auf, die sich erst im Refrain entlädt. Track Numero 8 hört auf den Titel “Computer God“. Der Sound klingt hierbei wieder von Anfang an sehr Industrial lastig, aber durchaus tanzbar. Der Refrain “This is the end of humanity / Computer God is the enemy / There is no one that will set us free / Computer God is the enemy” lädt ein bisschen zum Mitsingen ein. “Just Think Again” ist eine wunderbare Ballade und der vielleicht gefühlvollste Song, den man auf einem PAIN Album bisher zu hören bekommen hat. Der Song prangert Mißstände in unserer Gesellschaft an: Jeder lebt nur sein eigenes Leben und kümmert sich wie es anderen geht und dass Menschen weltweit (z.B. an Hunger) sterben, oder bspw. als Kindersoldaten kämpfen müssen. Zwischendurch werden auch Teile aus dem Radio oder aus Fernsehsendungen (das kann man beim Hören so schlecht beurteilen) eingespielt. Dieser Song geht direkt beim ersten Hören unter die Haut. Der nächste Song “Walking On Glass” bildet einen guten Gegensatz zum vorherigen Song und legt von Anfang an wieder mit voller Power los. Der Rhythmus ist eingängig und auch der Refrain bleibt irgendwie im Kopf hängen. “Bottles Nest” fängt wieder sehr elektronisch an und wird später durch Gitarren und Drums verstärkt - aber seltsamerweise klingt dieser Song irgendwie ein wenig poppig… was aber keinesfalls heißen soll, dass der Song schlecht ist. Den Abschluß des Albums bildet der Song “Bitch“. Der Song legt ein wenig hektisch elektronisch los und wird dann mit Einsatz der Gitarren und lautem “Bitch!“-Geschrei aggressiver. Die Strophe ist etwas ruhiger, aber dennoch spürt man die Aggression im Hintergrund, da die Gitarren den Gesang etwas “verstört” begleiten. Der Refrain ist erwartungsgemäß aggressiv und das auffällige “Bitch!” wird sich auf Konzerten bestimmt großer Beliebtheit erfreuen.

Trackliste:

  1. Save Your Prayers
  2. Nailed To The Ground
  3. Zombie Slam
  4. Psalms Of Extinction
  5. Clouds Of Ecstasy
  6. Play Dead
  7. Does It Really Matter
  8. Computer God
  9. Just Think Again
  10. Walking On Glass
  11. Bottles Nest
  12. Bitch

Anspieltipps: Play Dead, Does It Really Matter, Just Think Again, Walking On Glass, Bitch

Peter Tägtgren hat mit “Psalms Of Extinction” ein solides Album abgeliefert. Als PAIN-Fan findet man hier alles, was PAIN ausmacht. Das Album ist abwechslungsreich, aber auch nicht so grundverschieden, dass man sich als Hörer garnicht zu recht finden kann. Ein roter Faden, zum einen die elektronischen Einflüße (die an ältere PAIN-Tage erinnern) und zum anderen die Industrialeinflüße, führt den Hörer durch das Album. Besonders die von Tägtgren selbst erstellten Sounds unterstreichen den Industrialcharakter des Albums: “On this Album, Psalms Of Extinction, I tried to do something original with the drum loops. One of them, for example, was created by unplugging a guitar and then looping that noise.” Sicherlich ist das Album für alle “wahren” Metaller, relativ schwere Kost, da es sich nun mal nicht um Metal in seiner “reinsten” Form handelt, sondern unterschiedlichste Elemente in sich vereint. Wer aber gerne ein bisschen Experimentierfreude zeigt, der darf hier immer zugreifen. Außerdem wird Pain auf folgenden Festivals in Deutschland zu sehen sein:


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Claudia Jung & Nik P. - Sommerwein

Mai 3rd, 2007

Das war ja klar. Kaum wurde Summerwine von Natalia Avelon und Ville Valo gecovert (muscheltaucher berichtete) und kam erfolgreich in die Charts (derzeit Platz 5 in den Single Charts), da taucht aus dem Hintergrund der selbe Song komplett auf Deutsch auf: Claudia Jung & Nik P. verhunzen das schöne Lied.

Claudia Jung mögen einige sicherlich schon aus dem Schlagergeschäft kennen, eine Branche, mit der ich mich als Freund der gepflegten Gitarrenmusik eher weniger gut auskenne. Daher bin ich außer beim durchzappen von Fernsehkanälen bisher eigentlich nie auf Claudia Jung gestoßen. Nik P. kennt man da schon eher, denn er hat gemeinsam mit DJ Ötzi derzeit den unsäglichen Hit “Ein Stern (der deinen Namen trägt…)” auf Platz 1 der Single Charts katapultiert. Als ob das nicht schon genug Anstrengung für unsere Ohren wäre.

An das Original kommt ja auch die Coverversion von Ville Valo und Natalia Avelon nicht heran, aber immerhin haben die beiden den Song so gut interpretiert, dass man sich freut, dass endlich mal wieder ein solcher Klassiker auf VIVA oder MTV läuft, oder bei der Autofahrt im Radio gespielt wird. Aber warum muss jetzt auch noch genau der gleiche Song auf Deutsch gecovert werden: Sommerwein? Roland Kaiser hatte damals wenigstens noch Nancy Sinatra mit im Boot und hat den Originalrefrain in Ruhe gelassen. Aber auch der ist jetzt komplett in Deutsch:

Man trinkt ihn langsam und am besten eisgekühlt, mein Sommerwein ist wie die Liebe: süß und wild. Zieh deinen Mantel aus und fühl dich wie daheim und dann probier ein Glas Sommerwein. Ooooh, Sommerwein

Fazit: Danke, Nein! Ich bleibe da, ehrlich gesagt, lieber beim Original. Das hier ist in der Tat ein Song, den die Welt nicht braucht!


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